KOPAS-Branchenlösung

EKAS = Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit
KOPAS= Kontaktperson für die Arbeitssicherheit

Gesetzliche Grundlagen

Gemäss den folgenden Gesetzesgrundlagen ist der Arbeitgeber für die Sicherheit in seinem Betrieb verantwortlich:
- Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
- Verordnung über die Verhütung von Unfällen (VUV)
- Arbeitsgesetz und Verordnungen.

Konkreter heisst das, dass der Arbeitgeber Spezialisten der Arbeitssicherheit beiziehen muss, wenn dies für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer notwendig ist.
Die Art dieses Beizugs wird in der Spezial-Richtlinie Nr. 6508 (ASA-Richtlinie) der EKAS geregelt.

Die ASA-Richtlinie ermöglicht Branchenlösung, in welchen die Gewährleistung der geforderten Sicherheitsvorkehrungen für die ganze Branche geregelt wird.
Das Kaminfegergewerbe macht von dieser Möglichkeit Gebrauch, damit nicht jedes Mitglied eine eigene Lösung für seinen Betrieb erarbeiten muss.

Pflicht zu einer Branchenlösung

Die EKAS-Spezial-Richtlinie ist für Betriebe mit mehr als 5 Mitarbeitenden oder einer Prämie für Berufsunfallversicherung ab 5 Promille zwingend.
Die Branche Kaminfegergewerbe fällt zwangsläufig unter diese Richtlinie, weil die SUVA-BUV-Prämie die 5 Promille-Grenze übersteigt.

Aufgrund dieser Grundlagen ist jeder Kaminfegerbetrieb verpflichtet, über eine Kontaktperson für die Arbeitssicherheit (KOPAS) zu verfügen.
Kommt eine Unternehmung den Anforderungen der Branchenlösung nicht nach, muss sie eine eigene Lösung erarbeiten, bzw. mit Sanktionen des zuständigen Durchführungsorganes gemäss Ziff. 7 der ASA-Richtlinie rechnen.

Aus- und Weiterbildung

Um KOPAS in einem Betrieb zu sein, muss einmalig der Grundkurs und anschliessend in periodischen Abständen eine halbtägige Weiterbildung besucht werden. Der Grundkurs ist ausserdem im Rahmen der Ausbildung zum Kaminfeger-VorarbeiterIn mit eidg. FA ein Pflichtmodul.

Formulare

Die Kapitel und Checklisten des Arbeitshandbuchs finden Sie hier.